Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte / Centre Allemand d'Histoire de l'Art (DFK) in Paris wurde im Jahre 1997 mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zunächst als Projekt gegründet. Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas W. Gaehtgens leitete als Gründungsdirektor das Institut bis Oktober 2007. Infolge einer Empfehlung des Wissenschaftsrates ist das DFK seit dem 1. Juli 2006 in die Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) integriert. Im Jahr 2009 übernahm Prof. Dr. Andreas Beyer die Direktion.
Vorrangige Aufgabe des DFK ist es, die deutschsprachige Frankreichforschung zu unterstützen und zu konzentrieren sowie das Interesse der französischen Geisteswissenschaften an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kunst in Deutschland und der deutschsprachigen Kunstgeschichte zu befördern. Von der Kunst des Mittelalters bis zur Gegenwart reichen die Themen, die im Rahmen von Forschungsprojekten, Stipendienprogrammen und Publikationsreihen von einer internationalen Forschergemeinschaft bearbeitet werden. Das DFK pflegt den Kontakt zu Museen, Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen, wirkt an zahlreichen Ausstellungen mit und führt Studienkurse und Exkursionen durch. Die wechselnden Jahresthemen nehmen aktuelle wissenschaftliche Debatten auf.
Dabei ist das DFK bestrebt, auch andere europäische und transatlantische Länder und Wissenschaftstraditionen in seine Arbeit mit einzubeziehen. Die Stipendienvergabe im Rahmen der Jahresthemen erfolgt international.
Das DFK pflegt den intensiven wissenschaftlichen Austausch mit universitären kunsthistorischen Instituten ebenso wie mit Museen und der Denkmalpflege. Wichtige Kooperationspartner sind das Institut national d'histoire de l'art (INHA) in Paris, die Bibliotheca Hertziana in Rom, das Kunsthistorische Institut in Florenz , das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, das Clark Art Institute in Williamstown (Mass.) sowie das Courtauld Institute of Art in London. Seit Juni 2003 ist das DFK Mitglied der internationalen Vereinigung der kunsthistorischen Forschungsinstitute (RIHA).