Die Bibliothek des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris
Von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Deutschen Forums für
Kunstgeschichte ist der Aufbau einer Bibliothek zur deutschen Kunst- und
Kulturgeschichte. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche und intensive
Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen gefördert und nicht zuletzt die
Beschäftigung mit Themen der deutschen Kunstgeschichte angeregt und teilweise
überhaupt erst ermöglicht. Der sinnvollen Eingliederung in eine über die
Jahrhunderte gewachsene Wissenschaftslandschaft und in das
geisteswissenschaftliche Leben des Gastlandes entspricht die Bibliothek mit
einer Ankaufspolitik, die sowohl die wichtigste kunstwissenschaftliche
Literatur zur deutschen Kunst wie auch deutschsprachige Schriften zur
französischen Kunst fokussiert. Der Vermittlerrolle des DFK wird die Bibliothek
unter anderem auch durch eine Vortragsserie gerecht, in der sich innovative
Projekte und Institutionen aus Deutschland dem französischen Fachpublikum präsentieren. Die
Institutionalisierung des DFK zum 1. Juli 2006 geben der Bibliothek dabei die
rechtlichen wie finanziellen langfristigen Planungsmöglichkeiten, um eine
effiziente Versorgung der am Haus tätigen Forscher und auswärtigen Leser
gleichermaßen mit gedruckten wie digitalen Medien zu ermöglichen.
Seit 1999 konnten die Forschungsbibliotheken des Gründers des Bauhaus-Archivs (1960), Hans Maria Wingler sowie von Hermann Wiesler, Jacques Lugand, Karl und Elfriede Ruhrberg und Christian Beutler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Nachlaß der Bibliothek von Hermann Wiesler beeindruckt durch zahlreiche kostbarste Raritäten und Originalausgaben des 17. bis frühen 20. Jahrhunderts. Bereits heute bietet die Bibliothek dem Leser eine einzigartige, zum großen Teil in Originalausgaben angelegte Sammlung kunsttheoretischer und ästhetischer Schriften (Winckelmann, Vischer, Justi, Burkhardt, Lichtwark, Meier-Graefe etc.). Als wissenschaftliche Spezialbibliothek reflektiert die Bibliothek des DFK mit einem Bestand von ca. 70.000 Medieneinheiten die Lebendigkeit eines Forschungsspektrums, das vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert reicht. Die Bibliothek ist Mitglied in der Association des Bibliothéquaires Français (ABF), der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) sowie assoziiertes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Kunstbibliotheken (AKB). Literaturhinweise zur Bibliothek: Jörg Ebeling, The library of the Deutsches Forum für Kunstgeschichte, in: Art Libraries Journal, Bd. 30, Nr. 4/2005, S. 20-25. |
















