Collection PassagenCentre allemand d'histoire de l'art - Deutsches Forum für KunstgeschichtePorträts ausgewählter Privatsammler von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik und Rekonstruktionen ihrer eindruckvollen Sammlungsbestände führen eine großbürgerliche Kultur wieder vor Augen, die - oft im kunstpolitischen Konflikt mit dem offiziellen Deutschland - ganz entschieden von französischer Kunst geprägt war. Diese bedeutenden Privatsammler, unter ihnen viele Juden, blickten in den Jahren vor und nach 1900 über enge nationale Grenzen hinweg nach Frankreich und erwarben die Kunst der Moderne vom Impressionismus bis zum Kubismus, lange bevor es Museen in Frankreich oder Deutschland taten. Viele der vorgestellten Kollektionen sind heute vergessen, ihre Bestände sind zerstreut oder verschollen. Die Zeugen dieser Blütezeit des Kunstsammelns sind persönliche Erinnerungen, seltene Dokumentaraufnahmen, Sammlungsinventare, Kataloge und - vor allem - die Kunstwerke selbst, die heute nicht selten Glanzstücke von Museen und Sammlungen in aller Welt sind und mit dieser Publikation erstmals umfassend vorgestellt werden. Der vorliegende Band stellt eine repräsentative Auswahl dieser Sammlungen in Monographien vor, die teilweise durch ausführliche Rekonstruktionen ihrer Bestände begleitet werden. Behandelt werden die Sammler Arnhold, Biermann, Bodenhausen, Cassirer, Gerstenberg, Heilbut, von der Heydt, Heymel, Kessler, Koehler, Krebs, Mutzenbecher, Reber, Rothermundt, Schmitz, Silberberg, Sternheim und Wolde. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sammlerkutlur als wichtigen Bestandteil bürgerlicher Repräsentation, auf den Kunstbesitz als gesellschaftliche, aber auch intellektuelle Ausdrucksform gerichtet. Aus dem Inhalt:Michael Dorrmann: "Unser bedeutendster und glücklichster Sammler von neuen Bildern". Die Entstehung und Präsentation der Sammlung Arnold in Berlin Hendrik Ziegler: Emil Heilbut, ein früher Apologet Claude Monets Sabine Walter: Die Sammlung Harry Graf Kessler in Weimar und Berlin Carina Schäfer: Theaterintendant mit Faible für französische Kunst. Die Sammlung Kurt von Mutzenbecher in Wiesbaden Felix Billeter: Zwischen Kunstgeschichte und Industriemanagement. Eberhard von Bodenhausen als Sammler neoimpressionistischer Malerei Thomas W. Gaehtgens/Julietta Scharf: Die Sammlung Otto Gerstenberg in Berlin Dorothee Hansen: "...die solide Modernität". Bremer Sammler nach der Jahrhundertwende: Heymel, Biermann, Wolde Heike Biedermann: Die Sammlungen Adolf Rothermundt und Oscar Schmitz in Dresden Andrea Meyer: Ein Sammler "französischer Expressionisten" - August von der Heydt Andrea Pophanken: "Auf den ersten Kennerblick hin". Die Sammlung Carl und Thea Sternheim in München Silvia Schmidt-Bauer: Die Sammlung Bernhard Koehler Frauke C. Brader: Meisterwerke im Verborgenen. Die Sammlung Otto Krebs Anja Heuß: Die Sammlung Max Silberger in Breslau Sabine Beneke: Ausklang einer Epoche. Die Sammlung Alfred Cassirer Peter Kropmanns/Uwe Fleckner: Von kontinentaler Bedeutung. Gottlieb Friedrich Reber und seine Sammlungen |
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