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Bärbel Küster
Name: Bärbel Küster
Funktion am DFK: Fellow
e-Mail: bkuester@dt-forum.org
Vita: * 1967, 1986-1990 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 1990-93 an der Universität Hamburg und an der Freien Universität Berlin; 1994-1995 Projektassistenz am Institut für Kunstgeschichte der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M; 1995-1999 Promotions-Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst e. V., 2000 Stipendiatin der Internationalen Sommer-Akademie: „A century of progress. Die Kunst im Zeitalter der Weltausstellungen 1851-1939" am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München; 2000 Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt/M. bei Prof. Dr. Klaus Herding und Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl über „Matisse und Picasso als Kulturreisende. Primitivismus und Anthropologie um 1900".

Seit Januar 2001 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte, Universität Stuttgart; hier u.a. Konzeption eines Masterstudiengangs Kunstwissenschaft/Museologie, Organisation der Tagungen „Museum als Medium - Medien im Museum" 2002 und „Die Überlieferung der Sammlung - die Erscheinung der Bilder" 2004, Leitung des Forschungsprojektes „Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart" mit Studierenden.

Seit Sept. 2007 Research Fellow am Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Paris.

Schriften: Monografien, Aufsätze, Herausgeberschaften

Funktion und Öffentlichkeitscharakter der Sammlung in England im 18. Jahrhundert, in: „Museen und fürstliche Sammlungen im 18. Jahrhundert", Internationales Kolloquium des Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig und des Instituts für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Braunschweig 3.-5. März 2004, Braunschweig 2007, S. 84-93

Zwischen Ästhetik, Politik und Ethnographie: Die Präsentation des Belgischen Kongo auf der Weltausstellung Brüssel-Tervuren 1897, in: Die Schau des Fremden. Ausstellungskonzepte zwischen Kunst, Kommerz und Wissenschaft. Hg. v. Cordula Grewe (= Transatlantische Historische Studien, 26), Stuttgart 2006, S. 95-118

Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart, hg. v. Bärbel Küster, Heidelberg 2006

„Was uns draußen erwartet, ist lediglich ein weiterer ganz normaler Tag", in: Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart, hg. v. Bärbel Küster, Heidelberg 2006, S. 11-46

[Essays in „Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart":] Siah Armajani: Bridge/Ramp , Bernhard Luginbühl: Eisensaurier, Alfred Hrdlicka: Marsyas I, Olaf Metzel: Stammheim (gem. m. Dorrit Dörr), Tony Cragg (gem. m. Christel Dauster), in: Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart, Heidelberg 2006

Museum und Warenästhetik. Ein Diskussionsbeitrag zum display von Gemälden, in: Museum als Medium. Perspektiven der Museologie. Beiträge der Tagung Stuttgart, Juli 2002, hg. v. Hubert Locher, Beat Wyss, Bärbel Küster, Angela Zieger. München: Verlag Müller-Straten 2004

Der verglichene Körper - Aktdarstellung und anthropologische Fotografie, in: Ausst. Kat. Nackt. Frauenansichten, Malerabsichten, Aufbruch zur Moderne, hg. v. Sabine Schulze u. Eva Mongi-Vollmer, Städelsches Kunstmuseum, Frankfurt/M. Ostfildern-Ruit: HatjeCantz 2003, S. 94-105

Matisse und Picasso als Kulturreisende. Primitivismus und Anthropologie um 1900. Berlin: Akademie 2003 (= Diss. Frankfurt/M. 2000)

Eine Fotografie im Gepäck Gauguins auf der Reise nach Tahiti, in: Kunstchronik 5, Mai 1999, S. 181-185

Barbarei und Kunstkritik. Die Rezeption afrikanischer Kunst in der französischen Kunstkritik 1900-1920, in: Prenez-garde à la peinture! Kunstkritik in Frankreich 1900-1945. Hg. v. Uwe Fleckner und Thomas W. Gaehtgens. (=Passagen. Jahrbuch des Deutschen Forums für Kunstgeschichte, Paris, Bd. 1) Berlin: Akademie 1999, S. 361-378

Stilleben als Realisation (gem. mit C. Vöhringer), in: Stilleben. Hg. v. Eberhard König und Christiane Schön (=Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Bd. 5), Berlin: Reimer 1996, S. 197-222


Rezensionen

„Arbeiten und auf niemanden hören", Rezension von: Hilary Spurling: Henri Matisse. Leben und Werk, 2 Bde., Köln: DuMont 2007, in: Süddeutsche Zeitung, 5. Juli 2007

Rezension von: Bénédicte Savoy: Tempel der Kunst Die Entstehung des öffentlichen Museums in Deutschland 1701-1815. Mainz a. Rhein: Philipp von Zabern 2006, in: Sehepunkte 6, 2007, http://www.sehepunkte.de/2007/06/12412.html

Rezension von: Alastair Wright: Matisse and the subject of modernism. Princeton 2004, in: Kunstform 8 (2007), Nr. 01 http://www.arthistoricum.net/index.php?id=276&ausgabe=2007_01&review_id=10316

Rezension von: Gereon Becht-Jördens/ Peter M. Wehmeier: Picasso und die christliche Ikonographie. Mutterbeziehung und künstlerische Position. Berlin: Reimer 2003 Querelles-Net. Nr. 14, November 2004, www.querelles-net.de
Forschungsschwerpunkte:

Habilitations-Projekt

Zur Vorgeschichte des Museums: Die Musealisierung von Kunst in England und Frankreich (ca.1690-1760)


Private Kunstsammlungen in Frankreich und in England funktionieren schon vor der beginnenden Institutionalisierung ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wie Museen. Die wissenschaftliche Bearbeitung von Kunst, ihre Klassifizierung und die Vermittlung an ein größeres Publikum vollzieht sich in England und Frankreich im frühen 18. Jahrhundert vor Ort durch die Öffnung für eine zunehmende Zahl Reisender, aber auch indirekt durch Publikationsformen wie Inventar, Reiseführer, Reproduktionsgraphik, Katalog und Presse, die sowohl mit zeitgenössischer Kunsttheorie als auch Kunsthandel verknüpft sind. Die bisherige Forschung sah vor allem in der zweiten Jahrhunderthälfte die entscheidenden Schritte zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Kunst. Dieses Projekt geht dagegen vor jene Markierung um 1750 zurück. Anhand einer Auswahl von Sammlungen wird gezeigt, dass bereits im frühen 18. Jahrhundert Sammler, Kenner und Texte der Kunsttheorie über Kunst im Sinne einer Historiographie reflektierten. Jenseits aller Gegensätze im ökonomischen, politischen, kulturellen und sozialen Habitus gegenüber Kunstwerken wird es besonders um die konkreten Verbindungen von Händlern, Kennern und Gelehrten zwischen England und Frankreich gehen.

 
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